Gaspreiserhöhungen verderben Sommerlaune
Heidelberg. Die Gaspreise ziehen an. Für die kommenden Monate haben 42 Gasanbieter Preiserhöhungen von durchschnittlich 6 Prozent angekündigt. Da sich auch die großen Energiekonzerne darunter befinden, können bis zu 5 Millionen Haushalte von den Erhöhungen betroffen sein. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh muss künftig 84 Euro pro Jahr mehr bezahlen. Daher lassen sich oft bis zu 500 Euro jährlich sparen.
„Die Gaspreiserhöhungen kommen nicht überraschend. Die Ölpreise haben sich Anfang 2012 auf hohem Niveau bewegt und viele Gaslieferverträge sind nach wie vor an diese Preisentwicklung gekoppelt“, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.
In den kommenden Monaten ist aufgrund dieser Situation mit weiteren Gaspreiserhöhungen zu rechnen. Wie stark einzelne Versorger an der Preisschraube drehen werden, hängt von der jeweiligen Einkaufspolitik des Unternehmens ab.
Gastarif prüfen und bis zu 500 Euro sparen
Wenn eine Gaspreiserhöhung angekündigt wird, sollte der aktuelle Tarif geprüft und mit anderen Angeboten verglichen werden. Da die Gaspreise direkt an die Beschaffungsstrategie der einzelnen Versorger gekoppelt sind, unterscheiden sich die Angebote derzeit stark. Zwischen den Tarifen der Grundversorger und den günstigsten verfügbaren Angeboten besteht derzeit bei einem Verbrauch von 20.000 kWh ein Unterschied von durchschnittlich 458 Euro.
„Der Gaspreisvergleich ist einfach und kann schnell für eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro pro Jahr sorgen. Dennoch haben bisher gerade einmal 7 Prozent der Haushalte ihren Anbieter gewechselt“, sagt Reese. „Die Angst, durch den Wechsel für eine Weile ohne Gas dazustehen, ist vollkommen unbegründet. Die ununterbrochene Gasversorgung ist gesetzlich garantiert.“
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