Gaspreise in Sachsen: Versorger noch unentschlossen

dpa | 18.08.2006
Bild: palniki gazowe


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Leipzig (dpa) - Nach Ankündigung der e.on-Töchter zu kräftigen Gaspreiserhöhungen halten sich Unternehmen in Sachsen noch zurück. Ostdeutschlands größter Energielieferant Mitgas in Gröbers (bei Halle) prüft derzeit eine Anhebung der Gaspreise. "Wir rechnen genau durch und werden dann entscheiden", sagte eine Sprecherin am Freitag. Genauere Angaben wollte sie nicht machen. Das Unternehmen versorgt 186 300 Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und 19 Stadtwerke. Es hatte zu Jahresbeginn die Preise erhöht.

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Die Sprecherin der Stadtwerke Leipzig, Marion Danneboom, sagte: "Wir sehen mit größter Sorge die Entwicklung auf den internationalen Energiemärkten." Es könne momentan noch nicht gesagt werden, ob es erneut Preisanhebungen gebe. Die letzte Gaspreiserhöhung gab es zum 1.12.2005 mit durchschnittlich 18 Prozent.

Die Erdgas Südsachsen GmbH plane momentan keine Preiserhöhungen, sagte Geschäftsführer Reiner Gebhard. Die Bezugskosten seien noch nicht klar. Etliche Verbraucher wehren sich derzeit mit einer Sammelklage gegen frühere Preiserhöhungen. Das Landgericht Chemnitz hat für den 12. September eine mündliche Verhandlung angesetzt.

Der Versorger ENSO Erdgas GmbH (Dresden) wollte zu Preiserhöhungen keine Angaben machen. Auch dieses Unternehmen wurde verklagt. Rund 120 Kunden hatten gegen eine Preiserhöhung aus 2004 geklagt, die das Landgericht Dresden für unwirksam erklärte. Dagegen legte Enso Berufung ein. Eine Entscheidung steht noch aus.



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