Gabriel will Heizen mit erneuerbaren Energien stärker fördern

dpa
Bild: Stromleitungen



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Berlin (dpa) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will das Heizen mit erneuerbaren Energien stärker als bisher fördern. "Derzeit ist Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien teurer als bei Gas oder Öl. Also müssen wir diese Energieart am Markt konkurrenzfähig machen", sagte Gabriel dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Ich hoffe, wir können uns noch in diesem Jahr auf ein Erneuerbares-Wärmegesetz verständigen."

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Zur Zeit prüft das Umweltministerium nach einem dem Magazin vorliegenden Papier vier Fördervarianten, die alle zwischen 500 Millionen und 1,2 Milliarden Euro jährlich kosten würden. Zum bereits bestehenden Marktanreizprogramm gebe es Alternativen, sagte Gabriel. Er nannte Steuerzuschüsse oder die Verpflichtung der Hauseigentümer, einen bestimmen Prozentsatz erneuerbare Energie einzuspeisen. Auch ein Bonus-Modell analog des Erneuerbare-Energie-Gesetzes für Strom werde geprüft. Ziel des Umweltministers ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmebereich bis 2020 von heute 5,4 Prozent auf 12 Prozent zu steigern.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Laurenz Meyer (CDU), lehnte das Projekt als "Bürokratie- und Kostenmonster" ab. "Denkbar sind Zuschüsse oder zinsverbilligte Kredite für erneuerbare Energien im Wärmebereich - nicht aber ein milliardenschweres Gesetz, das Verbraucher und Wirtschaft neu belastet", sagte Meyer dem "Focus".



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