Gabriel verteidigt Biokraftstoff-Strategie
dpa, Verivox
Berlin (dpa) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will ungeachtet zunehmender Kritik auch aus der Union am Ausbau der Biokraftstoffe festhalten. Wichtig sei dabei, dass sich dies am tatsächlichen Klimaschutzbeitrag dieses Energiepflanzeneinsatzes orientieren müsse, sagte Gabriel am Donnerstag im Bundestag in der Debatte über einen Teil des Klimaschutz- und Energiepakets der Bundesregierung.
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Der Ausbau des Beimischungsanteils von Biosprit zum herkömmlichen Kraftstoff komme allerdings erst in Frage nach einer Überprüfung der Folgen für die Motoren in älteren Kraftfahrzeugen. Der Automobilclub befürchtet, dass für mindestens 1,5 Millionen solcher Autos der Biospritausbau auf einen Anteil von 10 Prozent unverträglich ist und die Spritkosten drastisch erhöht werden.
Zuvor hatten führende Unionspolitiker in Zeitungsinterviews Gabriel aufgefordert, angesichts solcher Kosten und Unsicherheiten für die Autofahrer an der jetzigen Kraftstoffquote von 5 Prozent festzuhalten. In der Debatte stellte sich die Vizevorsitzende der Unionsfraktion, Katherina Reiche, hinter die Gesetzesvorlagen zur verstärkten Strom- und Wärmeerzeugung mittels erneuerbarer Energien. FDP, Linke und Grüne kündigten die Ablehnung dieser Gesetze an.
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