Gabriel: Sozialtarife für Energiekunden sei Sache der Konzerne
AFP
Hannover (AFP) - In der Debatte um Energie-Sondertarife für bedürftige Verbraucher hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) betont, dies sei ausschließlich "Sache der Konzerne". Der Staat könne dies nicht leisten, sagte Gabriel der "Neuen Presse" vom Freitag. Da der Energieversorger E.ON bereits ein Sozialtarif-Modell hat, fügte Gabriel hinzu: "Wir appellieren an die anderen Konzerne, diesem Beispiel zu folgen." RWE denke derzeit über Sozialtarife nach. Gabriel hatte jüngst Sozialtarife der Energieversorger gefordert, Kritik bemängelten jedoch, der Minister habe keine Angaben zur konkreten Umsetzung gemacht.
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Gabriel zufolge könnte den Energieversorgern auch das in Belgien praktizierte Modell als Vorbild dienen: "Dort sind die ersten 500 Kilowattstunden Strom pro Kopf für Bedürftige erst einmal frei, dann gilt der normale Tarif." Wenn "extrem viel" verbraucht werde, "dann steigt der Preis auch enorm". E.ON hatte im Herbst vergangenen Jahres in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Wohlfahrtsorganisationen Caritas und Diakonie in Bayern erstmals einen Sozialrabatt für einkommensschwache Kunden gewährt. Nach Konzernangaben machten die Regionalversorger des Unternehmens seit Jahresbeginn mehr als 30.000 bedürftigen Kunden ein entsprechendes Angebot.
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