Gabriel lehnt Abschaltung des Atommeilers Brunsbüttel ab
dpa
Weitere Informationen
- Ministerium: Bei Sicherheitsnachweis kein Sofort-Aus für Brunsbüttel
- Vattenfall: AKW Brunsbüttel sicher - Grüne: Erlaubnis streichen
- Zeitung: AKW Brunsbüttel muss umgebaut werden
- Gabriel fordert Sicherheitsnachweis für Atommeiler Brunsbüttel
- SPD und Grüne kritisieren Betreiber des Atomkraftwerks Brunsbüttel
gesamtes Archiv
Berlin/Brunsbüttel (dpa) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will das Atomkraftwerk Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) trotz des fehlenden Sicherheitsnachweises nicht abschalten - er hält das Notstromsystem für tauglich. "Wir geben beim Thema Sicherheit keinen Rabatt", sagte Gabriel am Donnerstag bei der Aussprache zum Umweltetat im Bundestag. Die Notstromversorgung in Brunsbüttel sei gesichert, auch wenn der Nachweis noch nicht erbracht sei, dass Probleme wie beim Notstromsystem im schwedischen Pannenreaktor Forsmark nicht in Brunsbüttel möglich seien. Die Grünen fordern die Abschaltung.
- Anzeige -
In Schweden seien mehrere Reaktoren zur Sicherheit vom Netz genommen worden, sagte Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn. "Haben wir hier ein geringeres Sicherheitsniveau als in Schweden?" Die schleswig-holsteinische Atomaufsicht hat Vattenfall eine Frist bis 20. September gesetzt, um den Sicherheitsnachweis zu erbringen. Zuvor war bereits eine Frist Gabriels verstrichen.
Zunächst hatte Vattenfall angegeben, die Panne im schwedischen Atommeiler Forsmark im Juli sei wegen der Gleichstromversorgung der Notstromdiesel nicht auf Brunsbüttel übertragbar. Der Atombetreiber gab später an, dass Teilfunktionen im Notstromsystem von Wechselstrom abhingen. Nun will Vattenfall das System ergänzen und die Funktion unabhängiger machen. In Forsmark waren nach einem Reaktorstopp zwei von vier Notstromaggregaten nicht angesprungen.
Weitere Nachrichten vom 08.09.2006
- Microsoft: EU-Kartellstreit könnte Europa-Start von Vista verzögern
- Wirtschaft und Verbraucherschützer gegen GEZ-Gebühren für PCs
- Betrüger nutzen Sicherheitslücken bei Quelle
- Kritik der Umwelthilfe an CO2-Abbau-Plänen - Gabriel: Unbegründet
- Glos will Macht der Stromkonzerne beschränken
- Ricke setzt den Rotstift an: Milliardenschweres Sparpaket geplant
- Umfangreicher Gebrauchtwaren-Verkauf im Internet kann teuer werden
- Zeitung: Auflagen für E.ON werden gekippt - Merkel optimistisch
- Amazon bietet TV-Shows und Filme auf Abruf im Netz an
- EU hat keine Einwände gegen "Goldene Aktie" für Paris bei Suez-GDF
- Ölpreis sinkt spürbar - Versorgungsängste gedämpft
- Glos will Kartell-Sonderregelungen für Stromkonzerne
- AKW-Krümmel wieder am Netz - größter deutscher Siedewasserreaktor
- Breton verteidigt umstrittene Privatisierung von Gaskonzern GDF
- Experten: Ölfund vor Louisiana größter in den USA seit 30 Jahren

