Friedensnobelpreis an El Baradei und Atomenergie-Organisation
dpa | 07.10.2005
Oslo (dpa) - Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und ihren ägyptischen Chef Mohammed el Baradei (63). Das Nobelkomitee in Oslo begründete seine Entscheidung am Freitag mit den Bemühungen der IAEO und ihres Chefs "um Verhinderung der militärischen Anwendung von Atomenergie". In einer Zeit mit erneut drohender Aufrüstung sei diese Arbeit von ganz besonders grosser Bedeutung.
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Der Komiteechef Ole Danboldt Mjøs sagte: "Wir wollen mit diesem Preis dem Kampf gegen Atomwaffen wirklich neuen Auftrieb geben." Die in Wien ansässige IAEO engagiert sich derzeit vor allem bei den Bemühungen um ein Stopp der Atomprogramme in Nordkorea und im Iran. Die UN-Behörde zeigte sich kritisch gegenüber dem Beschluss der USA zur Invasion des Iraks wegen dort angeblich gelagerter Massenvernichtungswaffen. Sie hatte dort keine solchen Waffen gefunden.
Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (10 Millionen Kronen) dotiert und wird am 10. Dezember überreicht. Im letzten Jahr wurde die kenianische Umweltschützerin und Menschenrechtlerin Wangari Maathai ausgezeichnet.
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