Frequenzauktion nimmt langsam Fahrt auf
Mainz - Die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen ist zum Start der zweiten Auktionswoche etwas in Fahrt gekommen. Die Summe aller Höchstgebote belief sich nach 52 Bietrunden am Dienstag auf gut 350 Millionen Euro. Das sind rund 150 Millionen Euro mehr als der Schlussstand am Freitag, wie die Netzagentur auf ihrer Webseite mitteilt. In den ersten fünf Tagen war die Versteigerung nur in kleinen Schritten vorangekommen. Wirtschaftsprüfer der KPMG rechnen am Schluss der Versteigerung mit Erlösen zwischen sechs und acht Milliarden Euro. Ein Ende der Auktion in Mainz ist aber noch nicht absehbar.
Die derzeit laufende Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen dürfte dem Staat Berechnungen von Wirtschaftsprüfern zufolge sechs bis acht Milliarden Euro einbringen. Dies habe eine Modellrechnung ergeben, teilte die Gesellschaft KPMG am Dienstag in Düsseldorf mit. Zugrunde gelegt wurden der Berechnung demnach die Daten vergleichbarer Frequenzauktionen in Westeuropa und den USA in den vergangenen zehn Jahren. Damit dürfte deutlich weniger Geld zusammen kommen als bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000: Damals hatte der Staat rund 50 Milliarden Euro eingenommen.
An der Versteigerung nehmen die vier Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und 02 Telefonica teil. Insgesamt werden 41 Pakete mit einem Gesamtvolumen von 360 Megahertz versteigert - mehr als doppelt so viel wie bei der UMTS-Auktion vor zehn Jahren. Besonders begehrt ist die sogenannte Digitale Dividende, Frequenzen die durch die Umstellung des Rundfunks auf Digitaltechnik frei geworden sind. Der Netzaufbau mit diesen Funkfrequenzen im Bereich von 800 Megahertz gestaltet sich günstiger, weil aufgrund der guten Eigenschaften dieser Frequenzen weniger Sendemasten benötigt werden.
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