Freenet stellt DSL-Geschäft zum Verkauf
Hamburg - Das Freenet DSL-Geschäft steht zum Verkauf. Es würden erste Gespräche mit Interessenten geführt, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Hamburg der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das Unternehmen erhält derzeit eine Holding-Struktur, bei der das DSL-Geschäft in einen eigenen Bereich ausgegliedert wird. Zuvor waren Gespräche über einen Kauf der DSL-Sparte mit dem Wettbewerber United Internet gescheitert, der über eine Zwischengesellschaft zusammen mit Drillisch an Freenet beteiligt ist.
Freenet setzt nun auf das Geschäft mit mobilen Internet und Inhalten. "Zum Ausbau dieser Geschäfte brauchen wir nicht zwingend ein eigenes DSL-Geschäft", sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr. Er ließ offen, welche Unternehmen an dem DSL-Geschäft mit seinen rund 1,3 Millionen Kunden Interesse angemeldet haben. Der Erlös aus dem Verkauf könnte an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
Freenet ist erst vor einem Jahr durch die Fusion von mobilcom und der freenet.de AG entstanden. Eine Umkehr der Verschmelzung macht aus Sicht von Experten aber Sinn, da das Unternehmen nur Rang fünf unter den DSL-Anbietern einnimmt. Der Abstand zu den Marktführern konnte die Gesellschaft in den vergangenen Quartalen nicht verringern.
Mit dem Verfall der DSL-Tarife ist zudem der Konsolidierungsdruck auf dem deutsche Breitbandmarkt gestiegen. Wettbewerber wie AOL haben daher ihr Zugangsgeschäft bereits veräußert. Nach Einschätzung von Experten werden daraus neben der Deutschen Telekom die Konzerne Telefonica/O2 und Vodafone mit seiner Tochter Arcor als Gewinner hervorgehen. Daneben versucht United Internet seine Position als DSL-Anbieter mit den meisten DSL-Kunden nach der Telekom zu behaupten und hat sich dazu an Freenet und Versatel beteiligt.
Weitere Nachrichten vom 21.02.2008
- Heimische Erdgasproduktion deckte 2007 fast ein Fünftel des Bedarfs
- Offene Schnittstellen: Microsoft kündigt Strategiewechsel an
- Google plant Werbung in Online-Videos
- Offener Konflikt innerhalb der EU zur Energiepolitik
- Verbraucherschützer: Abgepacktes Brennholz oft zu leicht
- E.ON Ruhrgas will sich an Erdgasverflüssigung in Afrika beteiligen
- Energieversorger EWE erhöht Erdgaspreis zum 1. April 2008
- Gabriel verteidigt Biokraftstoff-Strategie
- Zeitung: Verdi ruft zu Warnstreiks in mehr als 100 T-Punkten auf
- US-Mobilfunkbranche mit Flatrate für Handys - Auch T-Mobile dabei
- Benzinpreise ziehen an
- Transformator-Panne im Atomkraftwerk Brunsbüttel
- Energiekrise in Südafrika: Milliardenspritze für Strommonopolisten
- Zeitungen: MySpace plant eigenen Musik-Dienst
- BGH: Vermieter müssen Wasserkosten nicht nach Verbrauch berechnen
- Streit um Engpässe bei DSL-Anschlüssen zieht sich hin
- RWE kündigt milliardenschweres Aktienrückkauf-Programm an
- Glos macht gegen Atomausstieg mobil - Kritik an EU-Energiepolitik
- Spanischer Konzern Endesa 2007 mit Ergebniszuwachs
- Kreise: Telekom nimmt neuen Partner für T-Systems ins Visier
- Türkei lädt Russland zur Zusammenarbeit bei Pipeline ein
- Marktregulierung setzt Energiebranche unter Spannung
- US-Ölpreis weiterhin in Rekordnähe

