Französisches Parlament berät Umweltgesetz
Paris - Ein Jahr nach einer groß angekündigten «Umweltrevolution» in Frankreich hat das französische Parlament am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf diskutiert. Es handelt sich um ein Rahmengesetz, das später durch konkrete Bestimmungen ergänzt werden soll. Vorgesehen sind unter anderem die Verbesserung der Klimaeffizienz, die Aufstockung des Anteils der erneuerbaren Energien und die Senkungen der CO2-Emissionen um jeweils 20 Prozent. Es liegen bereits etwa 1000 Änderungsvorschläge vor. Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet «eine weitere Verwässerung eines ohnehin schon abgeschwächten Textes».
Erste Ergebnisse der so genannten «Umwelt-Grenelle» waren ein vorläufiges Verbot für die Aussaat von Genmais sowie ein Prämien- System, das umweltschädliche Neuwagen verteuert und sauberere Autos vergünstigt. Die geplante Ausweitung dieses Systems auf andere Produkte hatte die Regierung jedoch gestoppt. Eine Abstimmung in der Nationalversammlung ist für Mitte Oktober vorgesehen. Anschließend befasst sich der Senat mit dem Gesetzentwurf. Das zweite umfassende Umweltgesetz soll Anfang 2009 beraten werden.
Weitere Nachrichten vom 07.10.2008
- Neue EU-Regeln für Energiemarkt kurz vor Ministerrat umstritten
- Ermittlungen wegen Diebstahl von Telekom-Daten vor Wiederaufnahme
- ESA: Ozonloch über Südpol 2008 wieder größer als im Vorjahr
- EU-Parlamentarier stimmen für strenge Klimaschutzauflagen
- Atomares Zwischenlager Nord zu fast 80 Prozent ausgelastet
- Regierungspräsidium Gießen stoppt Marburger Solarvorschriften
- Studie: Stromkunden nach dem Anbieterwechsel loyaler
- Facebook will Wachstum in Deutschland deutlich ankurbeln
- Verbände rufen wegen neuem AKW zum Boykott von RWE auf
- Vattenfall kauft britisches Windenergieunternehmen Amec
- US-Ölpreis stabilisiert sich bei Marke von 90 US-Dollar

