Frankreichs Strahlenschützer über Kleinvorfälle in Akws besorgt
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Paris - Das französische Strahlenschutzinstitut IRSN hat sich über eine relativ hohe Zahl kleinerer Vorfälle in Atomkraftwerken im vergangenen Jahr besorgt gezeigt. Auch wenn es 2007 keinen ernsthaften Zwischenfall gegeben habe, bleibe die Zahl kleinerer Probleme doch auf relativ hohem Niveau oder steige sogar, teilte das Institut am Dienstag in Paris mit. Demnach gab es rund 650 "Ereignisse" dieser Art. Dies seien 11,2 pro Reaktor in Frankreich.
Ursachen seien menschliches Versagen, Organisationsprobleme und Nachlässigkeit der Betreiber, erklärte das Institut. Ihre Zahl sei schon in den vergangenen Jahren "stetig gestiegen". Dies sei teils aber auch auf schärfere Kriterien für die Meldung und bessere Überwachungsmöglichkeiten zurückzuführen.
Dagegen sei die Zahl der Störungen nach der internationalen Bewertungsskala INES weiter gesunken. So habe es 2007 noch 55 Vorfälle der Stufe eins der Skala gegeben, während es im Jahr zuvor 72 gewesen seien. Insgesamt habe es im vergangenen Jahr keinen Störfall gegeben, "der die Sicherheit des Reaktors schwerwiegend hätte gefährden und unannehmbare Folgen für Personal, Bevölkerung und Umwelt hätte haben können".
Der erstmals veröffentlichte Jahresbericht des Instituts bezog sich nur auf das Jahr 2007. In diesem Jahr hatte es eine ganze Reihe von spektakulären Vorfällen in französischen Atomkraftwerken gegeben, darunter in der Großanlage Tricastin im Süden des Landes. Im November hatte die Atomaufsicht ASN den Kernkraftwerkebetreiber EDF zudem verwarnt, weil sie auf marode Leitungen zum Transport explosiver Flüssigkeiten gestoßen war.
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