Frankreichs Energie-Konzerne: EDF und GDF bleiben trotz Börsengang staatlich

dpa
Bild: Stromleitungen


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Paris (dpa) - Gegen massiven Protest der Belegschaften hat die französische Regierung am Mittwoch die Umwandlung der Strom- und Gaskonzerne EDF und GDF in Aktiengesellschaften beschlossen. Damit bereitet Frankreich den staatlichen Energiesektor auf die von der EU beschlossene Liberalisierung vor. Staatspräsident Jacques Chirac versicherte jedoch, dass EDF und GDF mehrheitlich in Staatsbesitz blieben. Auch die Stellung der Beschäftigten und ihre Sozial- und Rentenregelungen blieben unangetastet.

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EDF-Chef Francois Roussely sprach von einer neuen Etappe für den französischen Strom-Monopolisten, der bereits grosse Beteiligungen unter anderem an der Karlsruher EnBW und in Italien zugekauft hat. "Der Gesetzentwurf präzisiert, dass der Staatsanteil niemals unter die Marke von 51 Prozent fallen wird. Das bedeutet, dass dieses Unternehmen niemals privatisiert wird", sagte Roussely. "Wer 58 Kernreaktoren betreibt, hat eine grosse Verantwortung. Diese 80 Prozent der Produktion dürfen nicht in der Hand privater Aktionäre sein."

Ungeachtet dieser Zusicherungen riefen die Gewerkschaften für den 15. Juni zu einem landesweiten Streik gegen die Teilprivatisierung auf. Bereits am Mittwoch wurde in verschiedenen französischen Städten aus Protest stundenweise der Strom für Industriekunden und Stadtbeleuchtungen abgeschaltet. Die Nationalversammlung soll im Juni über den Gesetzesentwurf beraten



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