Frankreich unterbindet zu hohe Preisanstiege bei Strom und Gas
Paris - Während die deutschen Verbraucher über ständig steigende Kosten für Strom und Gas stöhnen, unterbindet Frankreichs neue Regierung zu starke Preiserhöhungen. Das Maß der Dinge soll künftig die Inflationsrate sein. An diesen müssen sich die Energieversorger mit ihren Preisen orientieren.
Die französische Regierung will mehreren Unternehmen vorschreiben, dass sie ihre Preise nur begrenzt erhöhen dürfen. Die Tarife für Strom, Gas und Bahnfahrten dürften künftig nicht mehr stärker steigen als die durchschnittlichen Verbraucherpreise, kündigte die Regierung am Montag an. Die Inflationsrate liegt derzeit bei rund zwei Prozent. Premierminister Jean-Marc Ayrault hatte in der vergangenen Wochen Maßnahmen gegen zu starke Preiserhöhungen angekündigt.
Vorgesehen ist demnach, dass die Staatsbahn SNCF die neue Regel ab August einhalten muss, betroffen sind die Fahrkarten für alle Strecken außer den Hochgeschwindigkeitszügen TGV. Die Verordnung zu Strom- und Gaspreisen, von der die Energieriesen EDF und GDF Suez betroffen sind, könnte demnach schon ab etwa 20. Juli gelten. GDF Suez streitet seit Wochen mit der Regierung über Gaspreis-Erhöhungen. Der Konzern will nach Angaben aus informierten Kreisen seine Tarife noch im Juli um vier Prozent erhöhen.
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