Frankreich bereitet sich auf Abgabe von Areva-Anteilen vor
Paris - Damit beim französischen Atomkonzern Areva Geld in die klammen Kassen kommt, wird der Staat als größter Anteilseigner einen Teil abgeben. "Wir bereiten uns auf eine Kapitalerhöhung vor", hieß es am Freitag in Kreisen, die mit den Plänen vertraut sind. Die "großen Modalitäten" zur Finanzierung des Konzerns stünden fest. Die "Financial Times" berichtete, der Staat werde seinen 90-prozentigen Anteil auf bis zu 75 Prozent herunterschrauben, damit strategisch interessante Partner aus Asien und dem Mittleren Osten in das Unternehmen einsteigen könnten.
Areva und Pariser Regierung suchen seit Monaten nach einer Lösung, um die acht bis zehn Milliarden Euro zusammenzubekommen, die das Atomunternehmen in den kommenden drei Jahren braucht. Dazu kommen rund zwei Milliarden Euro, die für den Rückkauf des Siemens-Anteils an der Areva-Tochter NP fällig werden. Einsteigen könnte unter anderen der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI), der unter anderem Turbinen für Kraftwerke fertigt.
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