Fracking: Studie soll Risiken der Erdgasbohrungen prüfen
Bielefeld - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) plant, die Risiken der Erdgasförderung durch Fracking prüfen zu lassen. Eine wissenschaftliche Studie soll die Wissenslücken über die Umwelteinwirkungen der umstrittenen Fördermethode schließen, sagte Röttgen den in Münster erscheinenden "Westfälischen Nachrichten" (Samstagausgabe). "Bis wir gesicherte Erkenntnisse gewonnen haben, wird es einige Zeit dauern. Und vorher kann Fracking nicht stattfinden", so der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende.
Auf Basis der Erkenntnisse werde es klare Anforderungen für die Gewinnung des gebundenen Erdgases geben. "Wenn diese nicht erfüllt sind, kann dieses Verfahren nicht eingesetzt werden", stellte Röttgen klar. Er werde kein Risiko eingehen.
Beim Fracking wird das Gas mit Hilfe eines Chemiegemischs aus Gesteinsschichten gelöst.
NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) unterstützt das Vorhaben von Röttgen: "Ich kann den Schwenk der Bundesregierung zum Thema Fracking nur begrüßen. Der Schutz der Umwelt und der Menschen muss oberste Priorität haben", erklärte Remmel am Samstag in Düsseldorf.
Er erwarte jetzt, die CDU den nordrhein-westfälischen Antrag im Bundesrat für eine Änderung des Bergrechts nicht länger blockiert, sondern unterstützt. Eine Änderung des Bergrechts ist erforderlich, um das Fracking zu unterbinden. "Sollten die CDU-Länder allerdings Herrn Röttgen nicht folgen, hätte er sich einmal mehr als Worthülsen-Minister entpuppt", sagte Remmel weiter.
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