Fortschritte bei Alternativen zu Mais bei Biogas-Produktion
dpa
Gülzow (dpa) - Die Palette an Rohstoffen zur Produktion von Biogas könnte bald erweitert werden. Alternativen zum vorherrschenden Mais seien in Versuchen erfolgreich angebaut worden, teilte die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) am Dienstag in Gülzow (Kreis Güstrow) mit. So werde mit Hirse, Topinambur, Silphie oder Sudangras teils mehr Biomasse erzielt als mit Mais, der bislang etwa 80 Prozent der Biogas-Rohmasse ausmache.
Derzeit werden in Deutschland bereits auf 1,2 Millionen Hektar Energiepflanzen zur Gas- und Kraftstoffproduktion angebaut. Die Fachagentur geht davon aus, dass die Fläche in den kommenden Jahrzehnten auf 2 Millionen Hektar wächst. Angesichts dieser hohen Bedeutung sei es aus ökologischer und pflanzenbaulicher Sicht unbedingt erforderlich, effiziente Alternativen zum Maisanbau zu entwickeln.
Mais liefert laut FNR im Schnitt etwa 18 Tonnen Trockenmasse je Hektar. Beim Sudangras seien auf Versuchsflächen in Thüringen und Sachsen bereits ebenfalls 18 Tonnen erreicht worden, bei ungünstigeren Verhältnissen allerdings nur gut die Hälfte. Die Erträge von Zuckerhirse erreichten etwa 17,5 Tonnen. Beim Topinambur wurden 15 Tonnen, an guten Standorten dagegen sogar 25 Tonnen geerntet. Bei der nordamerikanischen Durchwachsenen Silphie wurden in kleineren Versuchen bis zu 23 Tonnen erzielt.
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