Forderung nach bedarfsorientierten Energiepass
dpa | 28.09.2006
Berlin (dpa) - Der Deutsche Mieterbund und die Deutschen Energie- Agentur (dena) haben nachdrücklich für die Einführung eines bedarfsorientierten Energiepasses für alle Wohngebäude geworben. Dieser bewerte auch den Zustand des Gebäudes und der Heizungsanlagen, während der verbrauchsorientierten Energiepass nur der Verbrauch der derzeitigen Bewohner widerspiegle, sagte der Chef der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, am Donnerstag bei einem Kongress in Berlin.
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Der Energiepass soll im kommenden Jahr eingeführt werden, um Mieter und Käufer von Immobilien über den Gebäudezustand bezüglich Öl- oder Gasverbrauch und Wärmedämmung zu informieren. Innerhalb der Bundesregierung ist aber noch umstritten, ob der Energiepass verbrauchsorientiert oder bedarfsorientiert ausgestaltet werden soll.
Der von der dena organisierte Kongress befasste sich mit Fragen der Energieeffizienz in Gebäuden. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) warb dabei für den Energie sparenden Hausbau. Dadurch würden nicht nur die Betriebskosten gesenkt, sondern auch die Emission von Treibhausgasen reduziert. Kohler ergänzte, Energie sparen sei auch ein soziales Thema. 50 Prozent der Privatinsolvenzen in München seien durch hohe Heizkosten-Nachzahlungen bedingt.
Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister und zuletzt Direktor des UN-Umweltprogramms, betonte, 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs fänden in Gebäuden statt. Eine Energie sparende Bauweise und eine größere Energieeffizienz seien daher auch international von großer Bedeutung.
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