"Focus": Niederländische Stromkunden flüchten vor RWE
München - In den Niederlanden gibt es einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zufolge Vorbehalte gegen deutschen Strom: Dem niederländischen Energieversorger Essent liefen die Kunden in Scharen davon, weil dieser vom deutschen Energiekonzern RWE übernommen werden soll, berichtete das Magazin vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise. Neben der generellen Abneigung gegen einen Käufer aus Deutschland stoßen sich dem Bericht zufolge viele Essent-Kunden an der schlechten Klimabilanz des RWE-Kraftwerkparks.
RWE produziert relativ viel Strom mit Kohle- und Atomkraftwerken. Außerdem gebe es Vorbehalte gegen eine zu geringe Anzahl weiblicher Führungskräfte bei RWE. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern will Essent für 9,3 Milliarden Euro übernehmen. Mit dem Zukauf will RWE auch seine Klimabilanz verbessern. Essent setzt wesentlich stärker auf erneuerbare Energien und bezieht Strom aus Windkraft, Biomasse oder aus Sonnenkraftwerken.
Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE hingegen weist die Spekulationen über einen Kundenschwund beim niederländischen Energieversorger Essent zurück. "Der Bericht entbehrt jeder Grundlage", sagte eine RWE-Sprecherin am Sonntag in Essen. Die Kundenzahlen bei der niederländischen Tochter seien "stabil".
Video: So funktioniert der Stromanbieterwechsel
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