Finnland besteht auf Prüfung alternativer Route für Ostsee-Pipeline
AFP, Verivox | 21.01.2008
Helsinki (AFP) - Im Streit um die geplante Ostsee-Gaspipeline von Russland nach Deutschland besteht Finnland auf der Prüfung eines veränderten Verlaufs. Dabei solle geprüft werden, ob die Pipeline außerhalb der finnischen Gewässer verlaufen könne, erklärte das Umweltministerium in Helsinki am Montag. Die Finnen bestehen darauf, dass die Pipeline südlich der Insel Gogland im Finnischen Meerbusen durch russische Gewässer verläuft. Die Betreibergesellschaft Nord Stream bevorzugt einen Verlauf nördlich der Insel durch finnische Gewässer.
- Anzeige -
Finnland, das wie Dänemark, Schweden und die baltischen Staaten Umweltbedenken gegen das deutsch-russische Projekt vorbringt, argumentiert, dass der Meeresboden auf der nördlichen Route unebener ist. Deshalb seien mehr Arbeiten als auf der Südroute nötig, die möglicherweise schädlich sein könnten.
Dem Ministerium zufolge hatte Nord Stream im vergangenen Monat eine Prüfung der Strecke südlich von Gogland unter Verweis auf den starken Schiffsverkehr in der Gegend und die Vielzahl von Kabeln und Wracks auf dem Meeresboden abgelehnt. Helsinki forderte daher in Anbetracht der Tatsache, dass beide Routen Gefahren bergen, eine auch die Prüfung einer Lösung, bei der die Pipeline hauptsächlich an Land verlegt wird. Die russische Gazprom und ihre deutschen Partnerunternehmen BASF und E.ON wollen die umstrittene Leitung von Wyborg in Russland nach Greifswald 2011 fertigstellen.
Weitere Nachrichten vom 21.01.2008
- Spanien will Telefonica Regulierungsferien gewähren
- RWE-Tochter will im Wattenmeer nach Erdöl bohren
- EU-Kommissarin mahnt günstigere Datenverbindungen im Ausland an
- Atomkritische Ärzte wollen Stilllegung von Biblis B
- Seehofer verteidigt EU-Pläne für Ausbau von Biosprit
- China Mobile verzeichnet ungebrochenen Kundenzuspruch
- Bulgarien will abgeschaltete Atomreaktoren wieder in Betrieb nehmen
- REWE-Konzern stellt vollständig auf Ökostrom um
- Verheugen fordert Nachbesserungen bei Brüsseler Energiepaket
- Saudi Telecom kauft 35 Prozent von Telekommunikationsfirma Oger
- Ölpreise gestiegen - Angekündigtes US-Konjunkturpaket stützt
- FTD: EU will Erlöse aus Emissionshandel in Klimatechnologie investieren
- Telekom erhöht Schlagkraft - Abschied vom massiven Stellenabbau
- Vattenfall wird Strompreise 2008 nicht erhöhen
- EnBW-Chef Villis fordert Einigkeit der Branche in der Energiedebatte
- Energiekrise macht WM-Gastland Südafrika zum Herzen der Finsternis
- Suez lässt sich Übernahme von spanischem Wasserversorger Agbar 812 Millionen Euro kosten
- RWE will zu einem der führenden Anbieter von grünem Strom werden
- Focus: Kunden von Telekom-Konkurrenz warten lange auf Anschluss
- Glos warnt vor Engpässen bei Stromversorgung

