Finnischer Ex-Regierungschef Lipponen wird Berater bei Nord Stream
dpa
Helsinki/Zug (dpa) - Der frühere finnische Ministerpräsident und sozialdemokratische Parteichef Paavo Lipponen (67) wird Berater beim von Russland geführten Gaskonsortium Nord Stream. Wie Nord Stream am Freitag in seiner Zentrale im schweizerischen Zug mitteilte, soll der Ex-Politiker bei der Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens im eigenen Land für die geplante 1200 Kilometer lange russisch-deutsche Gasleitung von Wyborg nach Greifswald helfen. Als Aufsichtsratschef bei Nord Stream amtiert Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.
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Er hatte in seiner Zeit als Bundeskanzler sowie SPD-Vorsitzender eng mit Lipponen zusammengearbeitet. Nach Angaben der Tageszeitung "Helsingin Sanomat" bot Schröder zusammen mit Nord-Stream-Konzernchef Matthias Warning dem Finnen den auf ein Jahr befristeten Beraterposten an. Unter anderem wegen Verzögerungen bei den Genehmigungsverfahren in mehreren Ostsee-Anrainerstaaten hat der Betreiber den angepeilten Lieferstart für Erdgas von 2010 auf 2011 verschoben. Von da an sollen jährlich 27,5 Milliarden Kubikmeter Gas von Russland an die deutsche Ostseeküste fließen. Die zunächst auf gut fünf Milliarden Euro veranschlagte Investitionssumme soll nach jüngsten Angaben 7,4 Milliarden Euro betragen. Das Projekt ist vor allem in den baltischen Ländern und in Polen sowie in Schweden stark umstritten, weil es nach Meinung der Kritiker den Moskauer Einfluss im Ostseeraum massiv erhöht. Neben Gazprom mit einer Mehrheit von 51 Prozent sind an Nord Stream der Energiekonzern E.ON, BASF/Wintershall und Gasunie aus den Niederlanden beteiligt.
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