Finanzierung des ersten Bauabschnitts der Nord Stream-Pipeline steht

AFP | 17.03.2010
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London - Das Betreiberkonsortium hat mit einem Milliardenkredit die Finanzierung des ersten Bauabschnitts der unter der Ostsee geplanten Gaspipeline Nord Stream gesichert. Der Kreditvertrag mit 26 internationalen Banken soll 70 Prozent der Baukosten in Höhe von 3,9 Milliarden Euro decken. Das teilte das russisch-deutsch-niederländische Betreiberkonsortium am Dienstag in London mit.


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Die verbleibenden 30 Prozent der Baukosten würden die Aktionäre des Konsortiums finanzieren, hieß es. Der Milliardenkredit werde durch Exportbürgschaften aus Deutschland und Italien sowie eine Garantie der Bundesregierung abgesichert. Insgesamt sind für den Bau der rund 1200 Kilometer langen Rohrleitung von Russland nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern 7,4 Milliarden Euro veranschlagt.

An Nord Stream sind der russische staatliche Gasriese Gazprom (51 Prozent), die deutsche E.ON Ruhrgas und die BASF-Tochter Wintershall (je 20 Prozent) sowie der niederländische Versorger Gasunie (neun Prozent) beteiligt. Anfang des Monats wurde bekannt, dass sich auch der französische Gaskonzern GDF Suez in das Konsortium einkaufen möchte. Dazu würde das Unternehmen offenbar je 4,5 Prozent von E.ON und BASF übernehmen. Der Vertrag ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Mit dem Bau der Pipeline soll im April begonnen werden, Ende 2011 solle das erste Erdgas fließen.

Die Einigung auf den Kredit trotz der Schwierigkeiten an den Finanzmärkten zeige die Attraktivität des Projekts, sagte Konsortiums-Geschäftsführer Matthias Warnig. Bis Ende des Jahres solle auch die Finanzierung für den zweiten Bauabschnitt unter Dach und Fach gebracht werden. Dafür müsse erneut ein Kredit in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufgenommen werden.

Nach der Fertigstellung der zweiten Röhre sollen 2012 pro Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Westen gepumpt werden. Das entspricht elf Prozent des Gesamtbedarfs der EU. Nach Angaben von Nord Stream können damit 26 Millionen Haushalte in Europa versorgt werden.



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