FAZ: Prodi lehnt Gazprom-Angebot ab

dpa, Verivox | 06.05.2008
Bild: palniki gazowe



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Frankfurt (dpa-AFX) - Der scheidende italienische Ministerpräsident Romano Prodi hat einem Zeitungsbericht zufolge offenbar ein lukratives Angebot des russischen Energielieferanten Gazprom ausgeschlagen. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", ohne konkrete Quellen zu nennen. Im Gegensatz zu seinem früheren Amtskollegen, dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), will Prodi dem Blatt zufolge nicht in leitender Funktion für den russischen Konzern tätig sein.

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Während Gazprom im Norden Europas eine Pipeline quer durch die Ostsee baut, gibt es in Südeuropa eine Vereinbarung für das Projekt "South Stream", das einen russischen Hafen am Schwarzen Meer mit dem Balkan und Italien verbinden soll. Das Abkommen für ein italienisch-russisches Gemeinschaftsunternehmen, zur einen Hälfte in der Hand von Gazprom, zur anderen im Besitz des italienischen Öl- und Gaskonzerns Eni, wurde im Juni 2007 unterzeichnet. Damals hatte Prodi im Hintergrund für das Zustandekommen des Gemeinschaftsprojektes gearbeitet.

In Prodis Umgebung heißt es, dass kein Interessenkonflikt entstehen würde, wenn Prodi die Position eines Präsidenten von "South Stream" annehmen würde. Doch lege er viel Wert auf Fragen des Stils.



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