FAZ: Bundesregierung prüft 20 Jahre längere Atomkraft-Laufzeit
Frankfurt - Die Bundesregierung hält einem Zeitungsbericht zufolge eine Verlängerung der Restlaufzeiten von Atomkraftwerken bis zu 20 Jahre für möglich. Zumindest wolle sie die volks- und energiewirtschaftlichen Konsequenzen einer solchen maximalen Fristverlängerung durch ein wissenschaftliches Gutachten prüfen lassen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstag mit Verweis auf Regierungskreise.
Darauf haben sich demnach Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU), Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Mittwoch geeinigt. Die Gutachter sollen den Angaben zufolge vier unterschiedliche Modelle "rechnen". Die Laufzeiten werden dabei um 5, 10, 15 und 20 Jahre verlängert. Die Folgen sollen einem "Referenzzenario" gegenübergestellt werden, nachdem die noch 17 aktiven Kernkraftwerke wie nach dem rot-grünen Atomausstiegsgesetz geplant bis 2022 abgeschaltet werden müssten. Das Gutachten soll im Juni vorliegen.
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