Falsche Gratis-Angebote im Internet nicht bezahlen
dpa
Kehl (dpa/tmn) - Wer für ein vermeintliches Gratis-Angebot im Netz plötzlich zahlen soll, muss sich selten um sein Geld sorgen. Immer wieder stellen unseriöse Anbieter solche Forderungen - und berufen sich etwa auf Preishinweise, die irgendwo auf ihrer Website versteckt sind. Diese Forderungen seien in den meisten Fällen unberechtigt, so die eCommerce-Verbindungsstelle der Organisation Euro-Info-Verbraucher aus Kehl (Baden-Württemberg).
- Anzeige -
Schon zwei Gerichte hätten geurteilt, ein versteckter Preishinweis könne unwirksam sein, wenn naheliegend ist, dass er dem Verbraucher bewusst vorenthalten wurde (Amtsgericht München, Az.: 161 C 23695/06; Amtsgericht Hamm, Az.: 17 C 62/08). Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass künftig ein Gericht anders entscheidet.
Trotzdem sollten Verbraucher, der von Gratisangeboten ausgegangen sind, gegenüber den Anbietern unter Hinweis auf die beiden Urteile den Vertragsschluss bestreiten. Notfalls fordern sie die Anbieter auf, diesen zu beweisen. Umgekehrt ist der Verbraucher nicht in der Pflicht, einen Beweis zu erbringen. Besteht das Recht auf Widerruf, sollte davon zusätzlich gebraucht gemacht werden.
Weitere Nachrichten vom 27.08.2008
- Russland deckt mehr als ein Drittel des deutschen Gasbedarfs
- Einhundertmillionste Solarzelle in Freiberg produziert
- E.ON Energie nennt Details zu Umbau der Regionalversorger
- 2007 Höchststand bei Verstößen gegen den Jugendschutz im Internet
- Umfrage: Viele lassen ihr Handy auch im Kino oder Konzert klingeln
- Verbraucherverband protokolliert unzulässige Versorgungssperren
- Bericht: Mitsubishi Electric will Solar-Produktion verdreifachen
- Biokraftstoffverband: Zwei Drittel der Mitglieder von Pleite bedroht
- Zeitung: BT prüft Verkauf von indischer Beteiligung
- Merkel will baltischen Staaten bei Energieversorgung helfen
- Telecom Italia senkt Schuldenstand
- Facebook meldet 100 Millionen Nutzer
- Medien: E.ON streicht bundesweit 1800 Stellen
- Ölpreise steigen leicht
- Einfuhrpreise steigen so stark wie seit Ende 2000 nicht mehr
- Russland baut Atomkraftwerk in Ostsee-Exklave Kaliningrad
Surf-Tipps

