Facebook: US-Kongress will Antworten auf kritische Fragen
Washington/Berlin - Mark Zuckerberg hat Post von mehreren US-Kongressabgeordneten bekommen. Sie stellen dem Facebook-Chef darin kritische Fragen zum Umgang mit Nutzerdaten. Der Unternehmer hat bis zum 3. Januar Zeit, zu antworten.
Die Diskussion über den Datenschutz bei Facebook wird auch im Heimatland des Online-Netzwerks schärfer. Eine Gruppe von Kongressabgeordneten unter der Führung des Republikaners Cliff Stearns forderte Firmengründer Mark Zuckerberg in einem Brief dazu auf, sich zum Umgang mit Nutzerdaten zu äußern. Er soll bis zum 3. Januar antworten.
Die Abgeordneten verlangen Auskunft darüber, welche Informationen das Unternehmen von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern sammelt, und wie Nutzer eine solche Speicherung verhindern können. Zudem wollen sie wissen, wie Facebook Daten archiviert - sie verwiesen auf den Fall eines Nutzers aus Österreich, der feststellen musste, dass vermeintlich gelöschte Informationen immer noch auf den Servern des Unternehmens lagen. Das Nachrichtenportal "Zeit Online" hatte als erstes über den Brief berichtet.
Datenschutzerklärung zu lang und komplex
Kritische Fragen muss sich Zuckerberg auch zur Timeline stellen lassen, einer Funktion, mit der Nutzer bald ihre Lebensgeschichte darstellen können sollen. Medienberichte deuteten darauf hin, dass Facebook Mitgliedern lediglich fünf Tage Zeit gebe, um zu entscheiden, welche Teile ihres Profils sie betonen oder verstecken wollten. Die Politiker wollten wissen, wie das Unternehmen auf Bedenken reagiere, dass diese Zeit zu kurz sei.
Indirekt kritisierten die Politiker die äußerst umfangreiche Datenschutzerklärung von Facebook. Diese sei innerhalb von sechs Jahren auf das sechsfache gewachsen, hieß es: "Wir sind besorgt, dass lange, komplexe Datenschutz-Erklärungen es Verbrauchern erschweren, zu verstehen, welche persönlichen Informationen benutzt werden."
Weitere Nachrichten vom 14.12.2011
- Verbraucherzentrale empfiehlt Pfändungsschutzkonto
- Lern-Apps: Mathe- und Vokabeltrainer für unterwegs
- Kabinett billigt Umstellung der KWK-Förderung
- Energiesparen mal anders: Krawattenzwang in Chile gelockert
- Rückgang des arktischen Eises setzt tödliches Treibhausgas frei
- Filesharing: Musikindustrie verlangt hartes Durchgreifen
- Billigkonkurrenz zwingt Solarhersteller Solon in die Insolvenz
- Kanada steigt aus Kyoto-Protokoll aus - Empörung in Deutschland
- Tablets verdrängen Notebooks zunehmend vom Markt
- Apple-Gründungsvertrag: 1,35 Millionen Dollar für 3 Blatt Papier
- Rösler: Solarförderung kürzen - private Haushalte entlasten
- Gasversorgern droht Unheil aus Karlsruhe
- Windows auf dem Mac: Bootcamp, Parallels Desktop und Co
- Hypochonder sollten "Dr. Google" meiden
- Ölpreise leicht im Minus nach starken Vortagsgewinnen

Tarifvergleiche für Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen an.
Mehr erfahren
- Benachrichtigungen verwalten
- Wechselaufträge verfolgen
- Verivox weiterempfehlen
