Facebook schaltet Werbung auf eigenen Seiten

AFP, Verivox
Bild: Adresszeile eines Internetbrowsers


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New York (AFP) - Das Online-Netzwerk Facebook schaltet Werbung auf seiner Internetseite. Die Anzeigen seien auf die Profile der Nutzer genau zugeschnitten, sagte Unternehmensgründer Mark Zuckerberg auf einer Konferenz am Dienstagabend in New York. Dieser Schritt war lange erwartet worden, insbesondere seit Facebook vor zwei Wochen eine Allianz mit Microsoft zur Vermarktung der eigenen Seiten eingegangen ist. Da die Nutzer des sozialen Netzwerks viele Details über ihr Leben, ihre Ausbildung, ihre Tätigkeiten und ihre Hobbies angeben, kann die Werbung sehr zielgenau geschaltet werden - und bietet damit eine große Einkommensquelle für die erfolgreiche Internetseite.

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Die werbenden Unternehmen sollen laut Zuckerberg auf die Verbindungen der Facebook-Nutzer zurückgreifen können, die diese mit Freunden, Kollegen und Verwandten auf der Internetseite eingehen können. Auch habe das Unternehmen eine Schnittstelle geschaffen, über die werbende Firmen einen Einblick in die Aktivitäten der Facebook-Mitglieder gewinnen können. Diese Pläne hatten bereits im Voraus Datenschützer auf den Plan gerufen, die die Weitergabe von privaten Daten an Firmen als "Vertrauensbruch" gegenüber den Nutzern bezeichnen. Facebook äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu der Frage, wie weitgehend die Profildaten interessierten Unternehmen geöffnet werden.

Den werbenden Unternehmen soll allerdings ermöglicht werden, nicht nur auf den Internetseiten eingeloggter Nutzer direkt Anzeigen zu schalten, sondern auch Werbebotschaften an Empfehlungen oder Nachrichten anzuhängen, die die Facebook-Mitglieder untereinander austauschen. Facebook biete daher "eine neue Art der Werbung", sagte Zuckerberg: "Es geht nicht mehr um Botschaften, die von Unternehmen versandt werden, sondern immer mehr um Informationen, die Freunde austauschen." Soziale Beziehungen hätten eine sehr große Bedeutung, denn sie dienten als vertrauenswürdige Bezugspunkte, betonte der Facebook-Gründer. Dadurch könnten Menschen auf ihre Umgebung Einfluss ausüben.

Facebook ist vor drei Jahren als Studenten-Netzwerk gestartet, heute umfasst es 51 Millionen aktive Nutzer. Seine Mitglieder können sich nicht nur präsentieren, Inhalte erzeugen, diese austauschen und ihre Profile untereinander verknüpfen. Jedes Mal, wenn ein Facebook-Nutzer etwas tut, wird dies sogleich seinen Kontakten mitgeteilt, wodurch die Freunde am Leben der anderen virtuell teilnehmen können. Die Seite hat das Prinzip sozialer Netzwerke damit sehr weit ausgebaut und bietet viele Punkte, an denen werbende Unternehmen ansetzen können. So soll beispielsweise auch allen Kontakten mitgeteilt werden, wenn ein Nutzer auf einer Unternehmensinternetseite Waren kauft oder etwa Kritiken schreibt.



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