Facebook-Änderungen - Nutzer und Datenschützer schlagen Alarm
Kiel - Das soziale Online-Netzwerk Facebook hat fast unbemerkt seine Geschäftsbedingungen geändert und damit bei Nutzern und Datenschützern für Empörung gesorgt. Facebook verfügte schon vorher über das "unwiderrufliche" Nutzungsrecht an allen veröffentlichten Daten, Fotos und Videos. Das gilt seit vergangener Woche aber auch für den Fall, dass der Nutzer seinen Account löscht. "Ich halte diesen Dienst so für nicht weiter nutzbar, weil nicht überschaubar ist, wie Daten weiterverwendet werden", warnte Maren Raguse vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Kiel.
Jeder Nutzer solle überprüfen, ob er auf einen deutschen Dienst ausweicht, der auch dem deutschen Recht unterliegt, rät die Expertin. Weil Facebook seinen Unternehmenssitz in Kalifornien hat und nur eine deutsche Domäne betreibt, gilt US-Recht. Deshalb seien die geänderten Nutzungsbedingungen auch für hiesige Nutzer gültig. In Deutschland hat Facebook etwa zwei Millionen Mitglieder. Tausende davon formieren sich derzeit in internen Gruppen und rufen zum kollektiven Löschen der Profile auf.
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