ExxonMobil verdient dank hoher Ölpreise fast zehn Milliarden Dollar
ExxonMobil verbuchte einen Sondergewinn von 1,62 Milliarden Dollar aus einer Umstrukturierung der niederländischen Erdgastransport- Operationen. Klammert man diesen aus, lag der Quartalsgewinn bei 8,3 (6,2) Milliarden Dollar oder 1,32 (0,96) Dollar je Aktie.
Die Öl- und Erdgaspreise hatten in der Berichtszeit angesichts einer starken weltweiten Nachfrage Rekordniveau erreicht. Hinzu kamen wegen der Hurrikans "Katrina" und "Rita" beispiellose Raffinerie- Gewinnmargen, da zahlreiche Raffinerien am Golf von Mexiko ausgefallen waren. Öl hatte zeitweise deutlich mehr als 70 Dollar pro Barrel (159 Liter) gekostet, der Durchschnittspreis in den USA lag im dritten Quartal mit rund 63 Dollar um 44 Prozent höher als in der entsprechenden Vorjahreszeit.
ExxonMobil-Konzernchef Lee R. Raymond verteidigte sich gegen Vorwürfe der Preistreiberei im Gefolge der Hurrikans. ExxonMobil habe seine Benzinproduktion in allen amerikanischen Raffinerien im Gefolge der Stürme maximiert und die Importe erhöht. "Wir haben mit den Preisen an den von der Gesellschaft betriebenen Tankstellen verantwortlich gehandelt", sagte Raymond. Die US-Ölproduktion sei durch die Stürme um täglich 50 000 Barrels gefallen. Die ExxonMobil- Produktion sei im Vergleich zum dritten Quartal 2004 um insgesamt 4,7 Prozent geschrumpft.
Raymond bezifferte die Ausgaben für Investitions- und Explorationsprojekte im dritten Quartal auf 4,4 Milliarden Dollar und in den ersten neun Monaten auf 12,4 Milliarden Dollar. Die US- Ölkonzerne mussten sich auch Vorwürfe von Politikern und Verbraucherschützern gefallen lassen, sie investierten nicht genug in die Ölexploration.
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