Experten: Trotz Kürzung der Fördermittel lohnen sich Solaranlagen
- Solar-Kompromiss von Bundesrat genehmigt
- Röttgen verteidigt Senkung der Solarförderung
- Kompromiss zur Solarförderung stößt auf geteiltes Echo
- Solarstrom-Förderung: Einigung auf Kürzungen in zwei Schritten
- Bis Juli wird es Klarheit über Solar-Kürzungen geben
- Solarkürzungen: Röttgen rechtfertigt - Branche kämpft
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Berlin - Auch nach der beschlossenen Fördermittel-Kürzung lohnt sich nach Meinung von Experten der Kauf von Solaranlagen. "Jedem, der vorhat eine Solaranlage anzuschaffen, rate ich es jetzt zu tun", so Nils Boenigk von der Agentur für Erneuerbare Energien. Bundesrag und Bundestag hatten beschlossen, die staatliche Solarförderung für Anlagen auf dem Hausdach rückwirkend zum 1. Juli um 13 Prozent und zum 1. Oktober um weitere 3 Prozent zu kürzen.
Mit Blick auf die drohende Kürzung habe es schon in der ersten Jahreshälfte einen Ansturm auf die Anlagen gegeben, erläuterte Boenigk. Er rechne nun damit, dass dieser Trend bis zum Oktober anhalten wird. Nach den Entwicklungen der vergangenen Jahre geht der Experte außerdem davon aus, dass die Preise für Solarmodule weiter fallen - dies gleiche das Sinken der Fördermittel teilweise aus.
"Verbraucher sollten aber nach wie vor genau durchrechnen, ob sich eine Solaranlage für sie lohnt", sagte Boenigk. Das sei vor allem abhängig von der Beschaffenheit des Daches, der Ausrichtung und Zahl der Module sowie der täglichen Sonneneinstrahlung. "Auch wenn die Rendite immer noch gut ist: Eine goldene Nase werden Sie sich nicht mehr verdienen", dämpfte Boenigk allzu hohe Erwartungen.
Solarstrom war für Hausbesitzer lange auch deshalb ein lohnendes Geschäft, weil die Förderung vergleichsweise hoch war und die Preise für Module in der Vergangenheit um rund 30 Prozent gesunken sind. Die Bundesregierung beschloss angesichts dieser Entwicklung die Zuschüsse zu kürzen, auch um die Stromkunden zu entlasten. Diese bezahlen die Solarförderung als Umlage über den Strompreis mit. Nach langen Debatten zwischen Bund und Ländern stimmten Bundesrat und Bundestag zuletzt einem Kompromiss zu, nach dem die Solarförderungs-Kürzung zwar im vollen geplanten Umfang, aber zeitlich verzögert eintritt.
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