Experten erwarten steigende Preise bei Öl, Gas und Strom
"Erklären lässt sich die Erwartung steigender Strompreise zum Teil durch den geplanten Ausstieg aus der Kernenergie", teilte das ZEW mit. Derzeit würden noch 30 Prozent des Stroms in Atomkraftwerken produziert. Bei einem Wegfall werde das Angebot verknappt. Um die Nachfrage abzudecken, müssten neue Kraftwerke gebaut werden oder es müsse mehr Strom importiert werden.
Bei Rohöl, Mineralöl und Gas geht die Mehrheit der Befragten laut ZEW für die kommenden sechs Monate zunächst von stagnierenden Preisen aus, für die Zeit danach seien Preiserhöhungen jedoch nicht auszuschliessen. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) rechne mit einem Anstieg der Rohölpreise innerhalb der kommenden fünf Jahre, 70 Prozent erwarteten dies auch für die Mineralölpreise.
Bei den Gaspreisen erwarten zwei Drittel der Befragten eine Preiserhöhung in den kommenden fünf Jahren, neun Prozent gehen von einem Rückgang aus. Der Handel mit dem billiger gewordenen Flüssiggas könnte sich allerdings auf die Preise auswirken, hiess es.
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