Experte: Meeresbergbau wichtig für künftige Energiegewinnung
Zudem könnten aus der Tiefsee Manganknollen (bis zu 6000 Meter tief) und Kobaltkrusten (rund 2000 Meter tief) gefischt werden. Die Metalle, die zu zwei bis drei Prozent in den Meeresablagerungen enthalten sind, würden in der Rüstung und in der Raumfahrt gebraucht, selbst im Handy seien solche Metalle verbaut. Allerdings sei der Abbau noch nicht wirtschaftlich, betonte Petersen.
In den 1980er Jahren gab es nach Aussagen von Petersen einen "Hype" auf den Meeresbergbau, doch nach dem Absturz der Rohstoffpreise lag auch der Meeresbergbau brach. Mittlerweile gebe es ein neues Interesse der Länder, die sich Rohstoffe frühzeitig sichern wollten. "Bei vielem fehlt jedoch noch die Technologie, um Meeresbergbau wirtschaftlich zu betreiben." Ein kommerzieller Abbau werde noch rund zehn Jahre dauern. "Andere Experten gehen jedoch von nur zwei Jahren aus." Deutschland hat sich nach Darstellung von Petersen eine Explorationslizenz im zentralen Pazifik gesichert. Dies sei aber keine Lizenz zum Bergbau, sondern nur zur Forschung und Analyse.
Bisher werde aus dem Meer Öl und Gas gefördert, vor allem aber aus dem Flachwasser Sand und Kies. Selbst rund 2,5 Prozent der Diamanten - die besonders hochkarätigen - kämen aus dem Meer.
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