Experte: Energie-Ziele nur durch Offshore-Anlagen zu erreichen
Bremen - Die deutschen Ziele beim Ausbau erneuerbarer Energien sind nach Experteneinschätzung ohne Offshore-Windanlagen nicht zu realisieren. "Wenn die Offshore-Pläne nicht erfolgreich sind, kann Deutschland das gesteckte Ziel nicht erreichen», sagte der zuständige Referatsleiter im Bundesumweltministerium, Joachim Nick-Leptin, am Mittwoch zum Start der neunten Deutschen Windenergiekonferenz (DEWEK) in Bremen. Offshore leiste dabei den größten Beitrag.
Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis 2020 bereits 30 Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Das Umweltministerium hat die Fördermittel im Bereich der Windenergie in den vergangenen Jahren auf derzeit 35 Millionen Euro jährlich deutlich erhöht.
Der Geschäftsführer des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI), Jens Peter Molly, warnte allerdings vor zu hohen Erwartungen. "Wir müssen beim Thema Offshore Geduld haben", weil sich die Technik für Offshore-Windanlagen noch in den Kinderschuhen befinde. Große Erwartungen richte die Branche deshalb an das Pilotprojekt Offshore-Windpark Borkum West. Dessen Fertigstellung ist Ende 2009 geplant.
Noch bis einschließlich Donnerstag diskutieren auf dem Kongress in Bremen rund 600 internationale Fachleute aktuelle Entwicklungen der Windenergie-Branche. Eines der zentralen Themen ist die Offshore-Energiegewinnung.
Weitere Nachrichten vom 27.11.2008
- Navigationsanbieter Skobbler kooperiert mit E-Plus
- EU-Minister einig über niedrigere SMS-Auslandsgebühren
- RWE und E.ON warnen vor Nachteilen beim CO2-Emissionshandel
- Nokia verabschiedet sich wegen Erfolglosigkeit aus Japan
- Siemens baut für 200 Millionen Euro Stromnetz in Dubai aus
- Sander: Atommüllendlager Gorleben frühestens 2035 nutzbar
- Vodafone-Chef will Konzern flott machen
- Ölpreise geben Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab

