Experte: Boom für mobiles Internet steht kurz bevor

dpa-AFX | 28.01.2009
Bild: Handy


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München - Der Boom des mobilen Internet ist nach Meinung von Experten nur noch eine Frage der Zeit. "Wir sehen den Durchbruch gerade", sagte der Telekom-Experte und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Sapient in Deutschland, Wolf-Ingomar Faecks, am Mittwoch im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Datenvolumina stiegen beständig und setzten zu einer exponentiellen Entwicklung an. "In den nächsten beiden Jahren werden wir den Boom sehen", ist sich der Experte sicher.


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Faecks rechnet damit, dass das Angebot an mobilen Datenflatrates bis Ende 2009 noch steigen wird, so dass die Kunden die Kosten immer besser unter Kontrolle hätten. "Damit werden alle Eintrittsbarrieren beseitigt", sagte Faecks. In den nächsten Jahren werde mobile Datenübertragung zur ernsthaften Konkurrenz für neue Festnetz-Technologien wie VDSL.

Zur wachsenden Nachfrage dürften nicht nur größere Displays bei Handys und die neuen Touchscreen-Geräte sondern vor allem immer neue Anwendungen beitragen. Die Programme reichen von Spielereien wie Bildmanipulationsprogrammen bis hin zu Helfern bei der Parkplatzsuche. "Sie werden ein ganz relevanter Faktor für die Kaufentscheidung sein", sagt Faecks. Die Nutzung von mobilen Diensten werde maßgeblich über die Oberfläche der Anwendungen entschieden - und die Benutzerfreundlichkeit der kleinen Hilfsprogramme. Je einfacher, schneller, intuitiver und bekannter diese seien, desto größer sei auch die Akzeptanz und der Erfolg der mobilen Dienste. "Hier wurden die Standards durch Apple gesetzt", sagt Faecks.

Entscheidend seien zum Beispiel Voraussetzungen für eine möglichst große Entwickler-Gemeinde, die diese Programme auf Basis der bestehenden Betriebssysteme entwirft. Die Entwickler-Kits für die unter der Federführung von Google entwickelte Plattform Android basierten zum Beispiel auf Java und seien relativ einfach zu handhaben, sagt Faecks: "Das ist ein Treiber für eine aktive Entwickler-Community." Grundsätzlich sieht er die Zukunft bei den offenen Betriebssystemen: "Ich glaube, dass am Ende die Open-Source-Anwendungen übrig bleiben werden."



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