Ex-WorldCom-Chef gibt Vermögenswerte an Entschädigungsfonds
Die Verkündung des Strafmasses ist für den 13. Juli geplant. Als Teil des Vergleichs werde die Regierung bei dem Gerichtstermin keine Entschädigung fordern. Ebbers wird nach Angaben der Zeitung eine anfängliche Zahlung von fünf Millionen Dollar in bar machen und Vermögenswerte im Wert von 25 Millionen bis 40 Millionen Dollar an den Fonds transferieren.
Nachdem die Bilanzbetrügereien 2002 bekannt geworden waren, war WorldCom in ein Insolvenzverfahren geraten. Später kam das Unternehmen aus dem Insolvenzverfahren heraus, firmierte in MCI um. MCI wird von dem Telekom-Riesen Verizon Communications übernommen.
Der Vergleich belasse Ebbers bestimmte Beträge, um seine Anwaltskosten zu bezahlen, sowie einen bescheidenen Betrag für den Lebensunterhalt. Seine Frau soll ein kleines Haus behalten.
Zu den Vermögenswerten, die transferiert werden sollen, gehören nach dem Bericht des "Wall Street Journal" sein Millionenhaus in Clinton (Mississippi), eine Steuergutschrift, seine Beteiligung an einer Holzfirma, Waldungen, eine Speditionsgesellschaft, eine Marina, ein Golfplatz, eine Getreidespeicherfirma, eine Reisfarm, ein Hotel sowie andere Immobilien. Die ehemaligen WorldCom-Aktionäre sollen 75 Prozent der Gelder aus dem Verkauf der Vermögenswerte erhalten und MCI den Rest.
Weitere Nachrichten vom 01.07.2005
- Bayern: Volksbegehren gegen Mobilfunkmasten vor dem Start
- Air Berlin will Mobilfunkmarke anbieten - Kooperation mit O2
- Apple: Mehr als eine Million für Internet-Audioprogramme abonniert
- Höhere Importpreise für Gas landen allmählich beim Endkunden
- Hessische Erdgasversorger sollen Preise um bis zu 19 Prozent senken
- Rund 2400 Einwände gegen Erdgasfernleitung
- AT&T-Aktionäre billigen Übernahme durch SBC
- Klebestift statt Zunge - Briefmarken kommen bald aus dem Internet
- Siemens: Arbeitsplatz-Garantie für Handy-Werk in Aussicht gestellt
- Probengeier auf Schnäppchenjagd im Internet

