EWS wollen türkische Migranten für Ökostrom gewinnen
Stuttgart - Der Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS) will künftig verstärkt türkische Migranten für den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien gewinnen. «Viele türkische Mitbürger haben ein sehr hohes Umweltbewusstsein. Aber oft wissen sie zu wenig über technische Dinge und Fördermöglichkeiten», sagte die Geschäftsführerin der EWS, Ursula Sladek, am Montag in Stuttgart. Um Migranten gezielter über ökologischen Strom zu informieren, habe die EWS deshalb eine Broschüre in türkischer Sprache entworfen.
Der designierte Grünen-Chef Cem Özdemir bezeichnete das Projekt als zukunftsweisend. «Die Möglichkeit zum Wechsel der Anbieter geht an vielen Menschen mit Migrationshintergrund einfach vorbei», sagte er. Eine gezielte Ansprache zur Ökologie sei deshalb auch für die Anbieter sinnvoll.
Die EWS hat ihren Ursprung in einer Bürgerinitiative in der Schwarzwaldstadt Schönau. Zur Energieeinsparung und zur Förderung umweltschonender Stromerzeugungsanlagen übernahm die Initiative 1997 das Stromnetz und die Versorgung ihrer Gemeinde. Durch die Liberalisierung des Strommarkts beliefert die EWS inzwischen auch bundesweit Kunden mit ökologischem Strom. Inzwischen zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben 75 000 Kunden in ganz Deutschland. Der Strom des Unternehmens stammt zum Großteil aus erneuerbaren Energien. Daneben nutzt die EWS Kraft-Wärme-Kopplung zur Energiegewinnung.
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