EWE gibt im Osten nicht auf - Brinker kämpferisch
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Düsseldorf - Der Chef des Energieversorgers EWE, Werner Brinker, gibt sich im Streit um die Kontrolle des ostdeutschen Gasgroßhändlers Verbundnetz Gas (VNG) kämpferisch. "Wer darauf hofft, dass wir uns zurückziehen, der irrt", sagte Brinker dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Notfalls führen wir das Unternehmen auch noch länger als Finanzbeteiligung weiter."
Seit eineinhalb Jahren tobt ein Machtkampf um VNG, dem nach eigenen Angaben drittgrößten deutschen Gasimporteur. Die EWE, die knapp 48 Prozent der Anteile hält, verlor die Kontrolle, als die zweitgrößte Aktionärsgruppe die Zusammenarbeit kündigte. Die zwölf ostdeutschen Kommunen, die über die VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VUB) zusammen 26 Prozent halten, sind sich aber ebenfalls nicht einig.
Im kommenden Jahr hat EWE zudem Vorkaufsrechte auf diese Anteile. Jena hatte den Verkauf seiner Beteiligung vereinbart, wurde aber von einem Gericht daran gehindert und hat jetzt dagegen Berufung eingelegt. Auch Halle erwägt einen Verkauf. Die VUB hat ihrerseits den Konsortialvertrag mit EWE gekündigt, wogegen EWE und Jena vorgehen.
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