EWE-Chef: Gazprom könnte hinter VNG-Machtkampf stecken
Unterstützung erhalte Gazprom offenbar von Wintershall und VNG. Er habe dafür keine Beweise, aber betrachte man ein Gesamtbild der vergangenen eineinhalb Jahre, "gibt es nach meiner Einschätzung eine klare Koalition zwischen Kassel, Moskau und Leipzig", sagte Brinker, der auch Präsident des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) ist. Die BASF-Tochter Wintershall hält 15,8 Prozent der VNG-Anteile. Weiterer Anteilseigner ist Gaz de France (5,3 Prozent).
Gazprom habe ja bereits in der Vergangenheit betont, tiefer in den deutschen Markt einsteigen zu wollen. "Durch die langjährigen Geschäftsverbindungen zur VNG kann ich mir vorstellen, dass es das langfristige Ziel von Gazprom ist, hier eine stärkere Position in der VNG aufzubauen", sagte Brinker. Gazprom-Vertreter hatten sich für Donnerstag offiziell zu einem Besuch bei VNG angekündigt.
Ein Verkauf der VNG-Anteile komme für EWE nicht in Frage: "Die Beteiligung steht absolut sicher. Das ist ein langfristiges Engagement", sagte Brinker. Die rechtliche Prüfung, ob seine Abwahl vom Vorsitz des Aufsichtsrats überhaupt zulässig war, dauere an.
Weitere Nachrichten vom 25.05.2007
- Google im Visier von EU-Datenschützern
- Preis für OPEC-Öl steigt weiter
- Presse: Berlin drängt Telekom zu schneller Lösung im Arbeitskampf
- Vorentscheidung für Einstieg von RheinEnergie bei Mannheimer MVV
- Länder wollen mit Erlös aus Verschmutzungsrechten Stromsteuer senken
- Milder Winter - EWE setzt weniger Gas ab
- Unabhängiger Service am Telefon ist Verbrauchern mehrere Euro wert
- Tipp: Internet-Telefonie - 100 Kilobit pro Sekunde vonnöten
- Studie: Stadtwerke fürchten Gewinneinbrüche und Übernahmen
- E.ON macht in Russland ernst - Einstieg in Strommarkt
- Deutsche zahlen immer häufiger für Partnersuche im Internet
- Hintergrund: Neue Energien fürs Haus - Biomasse, Erdwärme, Sonnenenergie

