Europäische Union will Chancen auf Erdgas aus dem Irak verbessern
Brüssel - Die Europäische Union will ihre Chancen auf Erdgas aus dem Irak verbessern. Energiekommissar Andris Piebalgs habe am Montag mit Iraks Ölminister Hussein Schahristani in Bagdad eine Absichtserklärung für eine "strategische Energiepartnerschaft" unterzeichnet. Das teilte die Kommission in Brüssel mit. Die Zusammenarbeit beinhalte unter anderem die "Identifizierung der Quellen und Versorgungswege für Erdgaslieferungen aus dem Irak" in die EU. Hiervon verspricht sich Brüssel bessere Chancen für Erdgaslieferungen, beispielsweise durch die geplante Nabucco-Pipeline.
Nabucco soll die EU durch die Erschließung neuer Lieferanten- und Transitländer unabhängiger unter anderem von russischem Erdgas machen. "Irak ist für die Versorgungssicherheit der EU von wesentlicher Bedeutung", erklärte Piebalgs. Das Land sei bereits ein wichtiges Rohöllieferland und könne dies auch für Erdgas werden. Die Zusammenarbeit soll aber nicht bei fossilen Energieträgern stehen bleiben. Vielmehr sei auch die "Ausarbeitung eines Aktionsplans für die Entwicklung erneuerbarer Energien in den Irak" beabsichtigt.
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