Europa-Experte Krichbaum: Berlin muss bei Ostsee-Pipeline einlenken

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Dortmund (AFP) - In der deutsch-polnischen Streitfrage der geplanten Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland hat der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Gunther Krichbaum (CDU), die Bundesregierung zum Einlenken aufgefordert. Zudem müsse Berlin auf die baltischen Staaten zugehen, da auch diese sich nicht in die Pipeline-Pläne eingebunden fühlten, sagte er den "Dortmunder Ruhr Nachrichten" (Mittwochausgabe).

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Denkbar sei eine "Back-Flow-Lösung". Bei dieser werde russisches Erdgas, das über die Pipeline nach Deutschland komme, zum Teil nach Polen weitergeleitet. "Russland muss wissen: Die Länder der EU lassen sich nicht spalten", betonte der Europa-Experte.

Warschau kritisiert das Projekt einer direkten Gas-Pipeline zwischen dem russischen Wyborg und dem deutschen Greifswald, weil es befürchtet, dass Polen dadurch leichter von Moskau erpressbar wird. Russland könnte im Fall einer politischen Krise seine Gaslieferungen nach Polen drosseln oder stoppen, ohne dass Westeuropa dadurch in Mitleidenschaft gezogen würde. Bisher ist Polen Transitland für die Versorgung Westeuropas mit russischem Gas.



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