Euro-Schuldenkrise belastet Ölpreise weiterhin
Singapur - Am Dienstag haben die Ölpreise die deutlichen Kursverluste vom Wochenauftakt ausgeweitet. Am Morgen lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung bei 95,87 US-Dollar. Dies waren 18 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Juli-Lieferung sank um 33 Cent auf 82,94 Dollar. Am Montag hatten die Ölpreise zeitweise um rund drei Dollar nachgegeben.
Hauptthema am Ölmarkt bleibt die Euro-Schuldenkrise. Zu Wochenbeginn hatten die Notierungen zunächst von dem positiv aufgenommenen Wahlergebnis in Griechenland profitieren können. Die Erleichterung darüber, dass die reformkritische Partei Syriza nicht als Wahlsieger hervorging, hielt aber nicht lange vor. Händler argumentierten, der Wahlausgang ändere nichts an der desolaten Lage der griechischen Wirtschaft. Darüber hinaus sorgten negative Zahlen aus dem spanischen Bankensektor für Belastung. Dort war die Zahl der notleidenden Kredite im April auf den höchsten Stand seit 1994 gestiegen.
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