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EU und Budapest vor Konflikt wegen Ölkonzern-Übernahme

dpa | 26.09.2007
Bild: palniki gazowe

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Brüssel (dpa) - Zwischen der EU-Kommission und der Regierung in Budapest bahnt sich ein schwerer Konflikt wegen der Übernahmeschlacht um den ungarischen Ölkonzern MOL an. Die EU-Behörde verfolge die Vorgänge genau, warnte der Sprecher von EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy am Mittwoch in Brüssel. Es gehe darum, ob möglicherweise EU-Recht wie der Grundsatz des freien Kapitalverkehrs verletzt werde.

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Der österreichische Mineralölkonzern OMV hatte am Dienstag erneut einen Anlauf zur Übernahme von MOL gestartet. OMV stellte dazu den Aktionären von MOL ein neues Angebot im Wert von umgerechnet 128 Euro pro Aktie in Aussicht. Das Management der MOL wies die Offerte der OMV-Führung zurück. MOL hatte in diesem Jahr bereits einen ersten Übernahmeversuch durch OMV mit Unterstützung der Regierung in Budapest abgewiesen.

Wie schon beim im Sommer beigelegten Übernahmekampf um den spanischen Stromversorger Endesa pocht die EU-Kommission nach ergänzenden Angaben darauf, dass ausländische Investoren in der EU nicht unfair behandelt werden. Falls die Behörde konkrete Hinweise auf ungerechtfertigte Behinderungen hat, kann sie ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten, das bis vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gehen kann.



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