EU-Umweltminister verhandeln über umstrittenes Klimaschutzpaket
Luxemburg - Die Umweltminister der Europäischen Union sind am Montag in Luxemburg zu Gesprächen über das umstrittene EU- Klimaschutzpaket zusammengekommen. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte zum Auftakt der Gespräche, ungeachtet der Finanzkrise an den Klimazielen festzuhalten. «Ich halte die Finanzkrise für eine Ausrede», sagte Gabriel zum Auftakt der Gespräche. Wenn überhaupt, müsse die Krise dazu führen, «noch mehr zu tun», etwa beim Energiesparen. Im Kern gehe es um die Frage, die Klimaschutzziele beizubehalten, energieintensive Industrien in Europa aber solange freizustellen, bis es in internationales Klimaabkommen gebe. «Diese Balance herzustellen, darum geht es hier.»
Mit dem Gesetzeswerk wollen sich die 27 EU-Staaten auf ehrgeizige Klimaschutzziele verpflichten. Der Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß soll bis 2020 um ein Fünftel gesenkt werden. Zudem sollen mehr erneuerbare Energien wie Biosprit oder Windkraft zum Einsatz kommen. Die Regierungen und das Europaparlament streiten über die Lastenteilung.
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