EU-Kommission stellt Wettbewerbsuntersuchung gegen RWE ein
Brüssel/Essen - Die EU-Kommission hat ihre Wettbewerbsuntersuchung gegen den deutschen Energiekonzern RWE eingestellt. Ein Kommissionssprecher erklärte am Donnerstag, dass dies allerdings nicht geschehen sei, weil RWE nach Ansicht der EU-Wettbewerbshüter seine Marktmacht nicht missbraucht habe. Laut des Sprechers hätten sie vielmehr nicht ausreichend Beweise gehabt, dass RWE dies getan hätte. Die EU-Kommission war in den vergangenen Jahren gegen mehrere europäische Energieversorger vorgegangen, bei denen sie einen Missbrauch ihrer Stellung vermutete. In diesem Zusammenhang hatte RWE sein Gasnetz verkauft.
Der Energiekonzern sieht derweil mit der Einstellung der Untersuchung nun bestätigt, "dass sich RWE marktkonform verhält", wie das Unternehmen erklärte. RWE-Chef Jürgen Großmann beklagte, dass die Stromwirtschaft in den vergangenen Jahren "häufig unter einen politischen Generalverdacht gestellt" worden sei. "Deshalb ist diese Bestätigung durch das Schreiben der EU-Kommission für uns besonders wertvoll." Er bitte nun, in der künftigen Diskussion "solche Fakten zur Kenntnis zu nehmen und Pauschalvorwürfe zurückzuhalten".
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