EU-Kommission sagt E-Mail-Müll den Kampf an
Liikanen sagte, entscheidend für einen internationalen Erfolg sei, dass die Gesetze gegen Spam weltweit möglichst angeglichen werden. Die EU hatte die Richtlinie schon im Juli 2002 erlassen. "Mit einer begrenzten Ausnahme, die bestehende Kundenbeziehungen betrifft, ist Marketing per E-Mail nur mit vorheriger Einwilligung der Teilnehmer zulässig", erläutert die Kommission das Gesetz. "Diese so genannte Opt-in-Regelung gilt auch für Mobilfunk-Kurzmitteilungen (SMS- Nachrichten) und andere elektronische Nachrichten, die an Endgeräte im Mobilfunk- und Festnetz versandt werden." Die Mitgliedstaaten können auch unerwünschte kommerzielle Mails an Unternehmen verbieten.
Liikanen will internationale Experten zu einem Workshop in Brüssel im Oktober einladen, um mit ihnen über eine bessere Verbraucheraufklärung, eine besser auf einander abgestimmte weltweite Zusammenarbeit und neue Software-Entwicklungen gegen Spam zu diskutieren. Da ein Grossteil des E-Mail-Mülls in Asien und Amerika abgeschickt wird, hofft Liikanen, auf einer für Anfang 2004 geplanten Konferenz im Rahmen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine weltweite Anstrengung gegen Spam zu mobilisieren.
In den USA wird derzeit ein Gesetz gegen Spam diskutiert, das einen anderen, den so genannten Opt-out-Ansatz wählt. In diesem fall muss ein Verbraucher einem Versender ausdrücklich untersagen, ihm E- Mails zu senden. Dazu sagte Liikanen, der Text des Gesetzes ändere sich stetig und gleiche immer mehr der EU-Lösung
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