EU-Kommission hat Zweifel wegen spanischer Auflagen für E.ON

dpa
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Brüssel (dpa) - Im Übernahmekampf um den spanischen Energieversorger Endesa hat die EU-Kommission offensichtlich Zweifel an weit gehenden Auflagen Spaniens für den deutschen Bieter E.ON. Die EU-Behörde verlangte am Donnerstag von Madrid weitere Erläuterungen. "Wir fordern die spanischen Stellen auf, ihre Sicht im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit europäischem Recht darzustellen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. "Es gibt gewisse Sachen, die geklärt werden müssen."

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Die EU-Behörde schrieb einen entsprechenden Brief an die Spanier und schaltete sich damit direkt in die eskalierende Auseinandersetzung um Endesa ein. Eine Antwort wird "innerhalb weniger Tage" erwartet. Der Sprecher nannte keinen genauen Termin.

Falls Spanien die Zweifel nicht ausräumen kann, dürfte die Kommission förmlich feststellen, dass das Mitgliedsland sich nicht an die bereits im April ausgesprochene EU-Billigung des Übernahmeangebots des Düsseldorfer E.ON-Konzerns für Endesa hält. E.ON könnte mit einer solchen Klarstellung dann klagen, berichteten Wettbewerbsexperten. Die Übernahme hat einen Wert von 27 Milliarden Euro.

Die spanische Energiebehörde CNE hatte vor einer Woche entschieden, dass E.ON nach der Übernahme rund ein Drittel von Endesa abgeben und alles in allem 19 Bedingungen erfüllen muss. Die spanischen Behörden hatten ihr Vorgehen gegenüber Brüssel in einem über 400-seitigen Dokument gerechtfertigt. Die Wettbewerbshüter prüfen den Text weiterhin. Der Brief an Madrid bedeute keine Eröffnung eines Verfahrens, sagte der Sprecher.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter entscheiden alleine über Firmenzusammenschlüsse, falls die beteiligten Unternehmen gemeinsam auf einen Jahresumsatz von mehr als fünf Milliarden Euro kommen. E.ON hatte zu Wochenbeginn eine Beschwerde beim spanischen Industrieministerium gegen die Auflagen der CNE angekündigt. Der Kampf um den Energieversorger droht auch deshalb zu einem Monate langen Gang durch die Instanzen zu werden.



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