EU-Kommission gibt Frequenzen für UMTS frei
Brüssel/Berlin - Nutzer von mobilem Internet können in der EU auf schnelleres Surfen hoffen. Der EU-Ministerrat verabschiedete am Montag eine entsprechende Gesetzesnovelle zur Nutzung von Funkfrequenzen, wie die Kommission in Brüssel mitteilte. Nach Angaben der Kommission soll damit ein bestimmter Frequenzbereich (900 Megahertz) in Zukunft unter anderem für UMTS-Netze nutzbar werden. Über UMTS können Nutzer auch telefonieren, sie ermöglichen aber vor allem einen besonders schnellen Internetzugang vom Handy oder mit dem Laptop unterwegs.
Bislang war die 900-Megahertz-Frequenz vor allem für die klassischen GSM-Handynetze reserviert, die nur sehr viel langsameres Surfen erlauben. Die neuen UMTS-Dienste sollten Handytelefonate in diesen Netzen aber nicht beeinträchtigen, hieß es aus der Kommission. Der Branchenverband Bitkom erwartete zumindest in den kommenden ein bis zwei Jahren "keine dramatischen Veränderungen für die Verbraucher in Deutschland". Sollte auf dem Frequenzbereich künftig allerdings UMTS oder sogar noch neuere Handynetze der sogenannten vierten Generation (4G) ausgebaut werden, seien wegen des technischen Aufwands in der Umstellungsphase Beeinträchtigungen beim mobilen Telefonieren wahrscheinlich, sagte Bitkom-Experte Manfred Breul.
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