EU-Kommission fordert stärkeren Wettbewerb im Telefon-Festnetz
Brüssel - Die EU-Kommission fordert mehr Wettbewerb im deutschen Telefon-Festnetz, damit das Telefonieren billiger wird. Die Deutsche Telekom solle deshalb ihren Konkurrenten niedrigere Preise berechnen, wenn diese Leitungen der Telekom nutzen, teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde sei von der Kommission aufgefordert worden, dies sicherzustellen.
Nach Kommissionsangaben vermietet die Telekom zwar ihre eigenen Leitungen an Mitbewerber, so dass diese den Verbrauchern eigene Angebote machen können. Die Telekom erhebe dabei aber für die Konkurrenten dieselben Preise, die sie auch von ihren eigenen Kunden fordere. Das mache es alternativen Betreibern schwer, wettbewerbsfähige Angebote zu unterbreiten. Eine Selbstverpflichtung des ehemaligen Monopolisten, der immer noch den Markt beherrsche, habe nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.
Die Bundesnetzagentur solle nun die Deutsche Telekom "verpflichten, die Teilnehmeranschlüsse auf eine Weise weiterzuverkaufen, dass den deutschen Verbrauchern das Potenzial eines offenen und von Wettbewerb geprägten Marktes" voll zugute komme, erklärte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.
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