EU-Kommission fordert bessere Bekämpfung von Spam-Mails
Brüssel - Lästige Spam-Mails sollen nach dem Willen der EU-Kommission besser abgewehrt werden. Studien machten deutlich, dass härtere Strafen für das Versenden unerwünschter Post im Internet nötig seien, sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding am Donnerstag in Brüssel.
Mehr als die Hälfte der Europäer erhält unerwünschte Nachrichten im elektronischen Postfach. Die meisten Spams bekommen die Portugiesen (83 Prozent laut einer Umfrage), die wenigsten die Slowaken (31 Prozent). Die Deutschen liegen mit 65 Prozent genau im europäischen Durchschnitt.
"Die EU-Staaten haben bereits einiges gegen die Spammer getan", sagte Reding. Die Zahl der Urteile und Sanktionen seien je nach Land jedoch sehr unterschiedlich. Die höchsten Strafen wurden laut Kommission in den Niederlanden (eine Million Euro) und Italien (570 000 Euro) verhängt. Spammer in Deutschland müssen nach Brüsseler Angaben Geldstrafen von bis zu 250.000 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten fürchten.
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