EU-Kommissarin rügt deutsche Internet-Versorgung
Düsseldorf - EU-Telekommunikations-Kommissarin Viviane Reding hat die Internet-Versorgung in Deutschland als unzureichend kritisiert. Bisher hätten 27,5 Prozent aller Bundesbürger einen Breitband-Anschluss für schnelles Internet abonniert, sagte Reding dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Damit liege Deutschland nur an neunter Stelle aller Staaten der Europäischen Union. "Deutschland spielt hier nicht die Rolle einer Lokomotive", rügte die EU-Kommissarin, "von der größten EU-Volkswirtschaft würde ich mehr erwarten."
Reding bemängelte zudem Lücken im Breitband-Netz in ländlichen Regionen. 12,5 Prozent aller Bundesbürger bleibe der technische Zugang zum schnellen Internet immer noch verwehrt. "Diese weißen Flecken müssen weg", sagte Reding. Ohne schnelles Internet könnten sich keine Unternehmen ansiedeln und die Bürger hätten keinen Zugang zu wichtigen Dienstleistungen etwa im Gesundheitswesen.
Die Bundesregierung will die Versorgung der Bevölkerung mit schnellem Internet deutlich ausbauen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte zuletzt angekündigt, bis Ende 2010 sollten Breitbandanschlüsse für alle deutschen Haushalte bereitgestellt werden.
Weitere Nachrichten vom 25.03.2009
- dena erwartet nach Wirtschaftskrise steigende Stromkosten
- Studie: Deutsche Handyrechnungen 2008 fast halbiert
- EU: Für Deutsche Telekom gelten weiter EU-Wettbewerbsregeln
- Gerüchte über Killer-SMS rufen ägyptische Behörden auf den Plan
- Kreise: Gazprom übernimmt Eni-Beteiligung an seiner Öltochter
- Die KfW Bankengruppe zeichnet energiesparendes Sanieren aus
- Merkel ruft zu Investitionen in erneuerbare Energien auf
- Google-Manager erhielten auch 2008 nur einen Dollar Gehalt
- Grundsatzentscheidung zu AKW-Restlaufzeiten
- Greenpeace: Nutzung von Öl und Kohle muss bis 2050 enden
- Ölpreise sinken leicht

