EU-Kommissarin entschlossen: Gemeinsamer Telekommarkt für Europa
Reding verteidigte die neue Behörde im "Spiegel" ausdrücklich: "Ich will den europäischen Telekommarkt revolutionieren. Und dazu brauchen wir eine kleine europäische Aufsichtsbehörde." Sie solle dazu beitragen, die Wettbewerbsbarrieren für einen gemeinsamen freien Markt einzureißen. Auch die nationalen Behörden sollten dadurch neue Werkzeuge in die Hand bekommen, "beispielsweise durch die Möglichkeit, den Betrieb von Netz und Dienstleistung in der Hand eines übermächtigen Anbieters funktionell zu trennen". Sie strebe aber nicht grundsätzlich eine Zerschlagung an.
Die EU-Kommissarin kündigte auch an, sie werde 11 von bisher 18 Märkten, in denen die Preise von Regulierungsbehörden bestimmt werden, in die Freiheit des Wettbewerbs entlassen. "In Zukunft regulieren wir nur dort, wo es erforderlich ist, um den Markt dadurch zu öffnen." Sie gehe davon aus, dass Ende des kommenden Jahrzehnts keine Telekom-Regulierung mehr in Europa nötig sein dürfte, wenn die neue Aufsichtsbehörde effizient arbeite. "Dann haben wir effektiven Wettbewerb von Lissabon bis nach Helsinki."
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